KIESER & CO. KIEFERORTHOPÄDEN
Kinder & Jugendliche

Kinder & Jugendliche

Unabhängig davon, ob es sich um eine herausnehmbare oder festsitzende Zahnspange handelt: In einem bestimmten Alter gehören Zahnspangen für viele Kinder und Jugendliche ganz selbstverständlich dazu. Tatsächlich tragen etwa 60 Prozent aller Kinder und Jugendlichen irgendwann einmal eine Zahnspange.

Für viele Eltern führt deshalb kaum ein Weg daran vorbei, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Sohn oder Ihre Tochter während der Kindheit oder Jugend eine Zahnspange benötigt, ist hoch.

Hier erfahren Sie alles Wichtige rund um die Behandlung. Gerne beraten wir Sie auch persönlich in unserer Praxis in Wuppertal. Jetzt Beratungstermin vereinbaren!

Behandlung

Wann braucht man eine Zahnspange?

Leichte Zahnfehlstellungen kommen bei fast allen Kindern und Jugendlichen vor. Wenn eine möglichst harmonische Zahnstellung angestrebt wird, können auch kleinere Schiefstände behandelt werden. Die Kosten dafür sind in der Regel selbst zu tragen oder werden von einer privaten Zusatzversicherung übernommen.

Bei ausgeprägten Zahn- und Kieferfehlstellungen ist eine Behandlung in jedem Fall erforderlich. Im Folgenden finden Sie eine Auswahl an Befunden, die sicher behandelt werden müssen:

  • Rücklage des UnterkiefersGroßer Abstand zwischen den oberen und unteren Schneidezähnen.
  • Unterentwicklung des OberkiefersDie unteren Schneidezähne stehen weit vor den oberen Schneidezähnen.
  • Überentwicklung des UnterkiefersDie unteren Schneidezähne stehen weit vor den oberen Schneidezähnen.
  • Tiefer BissDie oberen Schneidezähne überlappen die unteren Schneidezähne vollständig bzw. zu stark.
  • KreuzbissDer Oberkiefer ist schmal bzw. die unteren Zähne stehen zu weit zur Wange.
  • Ausgeprägter EngstandDie Zähne stehen stark verschachtelt und lassen sich so nicht richtig pflegen.
  • Offener BissDie Schneidezähne haben keinen Kontakt. Die Abbissfunktion ist so gestört.
  • Oberkiefer-EngstandEngstand durch einen zu schmalen Oberkiefer. Wird durch eine Gaumennahterweiterung korrigiert.
  • ScherenbissDie Backenzähne beißen beim zubeißen aneinander vorbei.

Behandlung

Ab welchem Alter kommt eine Zahnspange infrage?

Es gibt keine generelle Empfehlung, ab welchem Alter der Therapiebeginn mittels Zahnspange sinnvoll oder notwendig ist. Es entscheidet immer der Befund. So ist es auch möglich, dass bei einer vorliegenden Indikation in einem sehr frühen Kindesalter behandelt werden sollte.

Die meisten kieferorthopädischen Behandlungen finden jedoch zwischen dem 10. und 15. Lebensjahr statt.

Behandlung

Lose Zahnspange

Lose Zahnspange für Kinder und Jugendliche

Die lose Zahnspange ist ein Sammelbegriff für alle herausnehmbaren Behandlungsgeräte, die nicht fest mit den Zähnen verbunden sind. Für einen nachhaltigen Behandlungserfolg ist eine ausreichende Tragezeit entscheidend, deshalb ist die Mitarbeit unserer Patientinnen und Patienten besonders wichtig. Lose Zahnspangen werden vor allem im frühen Kindesalter eingesetzt.

Behandlung

Festsitzende Zahnspange

Die Therapie mit einer festen Zahnspange bietet ein besonders breites Spektrum an Behandlungsmöglichkeiten. Auch komplexe Zahnbewegungen und umfangreiche Zahnregulierungen lassen sich damit präzise durchführen. Hohe Ästhetik und guter Tragekomfort während der Behandlung werden durch eine Auswahl moderner Brackets unterstützt.

Jugendliche Patientin mit fester Zahnspange

Behandlung

Behandlungsgeräte im Überblick

Behandlung

Was kostet eine Zahnspange für Kinder?

Wenn Sie gesetzlich mit Ihrem Kind versichert sind und bestimmte Fehlstellungsbefunde vorliegen, wird die Grundleistung von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Der Kieferorthopäde ordnet die Befunde anhand des sogenannten Systems der kieferorthopädischen Indikationsgruppen (KIG) ein:

  • KIG-Grade III-VWerden von der Krankenkasse in der Grundleistung übernommen.
  • KIG-Grad I und IIBei weniger gravierenden Befunden ist die Behandlung vom Patienten oder seiner Zusatzversicherung zu tragen.
  • ZusatzleistungenAVL-Leistungen können Komfort, Sicherheit, Schnelligkeit und Stabilität erhöhen. Die Kosten liegen meist zwischen 800 € und 1.800 €.
  • Unsichtbare LösungenUnauffällige Behandlungslösungen können in das von der Krankenkasse finanzierte Konzept integriert werden.
  • KeramikbracketsDazu gehören zum Beispiel zahnfarbene Brackets, sogenannte Keramikbrackets.
  • Selbstligierende BracketsMehr Komfort und prä zise Zahnbewegung dank moderner Bracket- Technologie mit reduzierter Reibung.

Patienteninfo

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten einer Zahnspange für Kinder?

Die Einstufung in das KIG-System entscheidet darüber, ob die Krankenkasse die Behandlung im Rahmen der Kassenleistung übernimmt. Das System beschreibt den Schweregrad der Fehlstellung. Die KIG-Grade III, IV und V werden von der Krankenkasse in der Vertragsleistung übernommen. Die Kostenübernahmepflicht gilt bis zum 18. Lebensjahr. Danach werden die Kosten für die kieferorthopädische Behandlung nur noch in Ausnahmefällen (sogenannter Chirurgie-Fall) übernommen.

Ab dem KIG-Grad III ist die Behandlung zwingend erforderlich, es liegt eine absolute medizinische Notwendigkeit vor. Aber auch bei den KIG-Graden I und II ist nicht nur ein ästhetischer Behandlungsgrund vorhanden. Die Übergänge sind fließend und es entscheidet oft 1 mm, ob eine Behandlung im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung durchgeführt werden kann.

Auch wenn die gesetzliche Krankenkasse die Grundkosten trägt, übernimmt sie zunächst davon nur 80 %. Die restlichen 20 % trägt der Patient zunächst selbst, die er dann aber nach erfolgreich abgeschlossener Behandlung (nach drei Jahren) von der Krankenkasse zurückerhält. Wird ein zweites Kind in der Familie gleichzeitig behandelt, wird der Eigenanteil auf 10 % reduziert.

Patienteninfo

KIG Tabelle

Die KIG-Tabelle zeigt übersichtlich, welche kieferorthopädischen Indikationsgruppen es gibt und ab welchem Schweregrad die gesetzliche Krankenkasse eine Behandlung übernimmt.

KIG Tabelle mit kieferorthopädischen Indikationsgruppen

Die Übersicht hilft dabei, die Einstufung von KIG 1 bis KIG 5 besser nachzuvollziehen und zu verstehen, wann die Behandlung als Kassenleistung anerkannt wird.

Behandlung

Langfristiger Erfolg

Retainer zur langfristigen Stabilisierung der Zahnstellung

An die aktive Phase der Behandlung schließt sich die Retentionsphase an. Um das Behandlungsergebnis langfristig zu sichern, kommen nach Abschluss der Behandlung Halteklammern oder festsitzende Retainer zum Einsatz.

Ratgeber

Weiterführende Ratgeber